Mit Sensoren zu mehr Effizienz:
Der „SmartFill“
„Durch die Patentrecherchen im Vorfeld konnte die Produkteinführungszeit verkürzt werden. Für uns ein unschätzbarer Vorteil. Auch haben wir direkt gemerkt, dass es den INSTI-Partnern vor allem um die Sache geht: Die unbürokratische und schnelle Abwicklung der Förderformalitäten bei INSTI war positiv.“
(Dr. Peter Kalkert)
Maßgeschneiderte Applikationen für verschiedene fertigungs- und verfahrenstechnische Prozesse entwickeln die Ingenieure, Physiker und Techniker der KIMA Echtzeitsysteme GmbH. Der Schwerpunkt des Unternehmens aus Jülich liegt im Bereich fortgeschrittener Mess- und Regelmethoden in der Verfahrenstechnik.

Bild: Mahlanlage isometrisch
Viele Kunden der KIMA GmbH kommen aus der Zementindustrie. Zement wird meist in großen und energieintensiven Kugelmühlen hergestellt, die aus rotierenden Zylindern mit einem Durchmesser von bis zu vier Metern und einer Länge von bis zu zwölf Metern bestehen. Die optimale Auslastung der Kugelmühlen ist für die Wirtschaftlichkeit eines Zementbetriebes von großer Wichtigkeit. Eine weit verbreitete Methode zur Messung des Füllungsgrades besteht darin, ein Mikrofon neben die Mühle zu stellen. Das Prinzip: Eine leere Mühle verursacht viel, eine volle Mühle weit weniger Lärm. Der Nachteil dieser einfachen Lösung liegt darin, dass das Mikrofon auch fremden Schall misst, was vor allem in Hallen mit mehreren Mühlen zum Problem wird. Zudem verschmutzen die Mikrofone leicht.
Diese Probleme lösten die Entwickler der KIMA Echtzeitsysteme GmbH: Grundlage der Erfindung ist ein innovativer Körperschallsensor, der „SmartFill“. Dieser Sensor wird direkt an der Kugelmühle angebracht und „lauscht“ in sie hinein. Gleich einem hoch empfindlichen „elektronischen Ohr“ bestimmt er so den optimalen Füllungsgrad. Von äußerer Energieversorgung unabhängig und ohne Batterie misst der Sensor absolut störungssicher und präzise anhand des Schalls die jeweilige Füllhöhe der Mühle – auch dann, wenn in unmittelbarer Nähe weitere Mahlanlagen laufen.
Mit „SmartFill“ hat die KIMA GmbH ein neues Marktsegment erschlossen. Der innovative Sensor erlaubt es, Kugelmühlen mit erhöhtem Durchsatz zu betreiben. Von Vorteil ist auch, dass der neue Körperschallsensor weder durch mechanische Einflüsse verstellt noch durch Schmutz beeinflusst werden kann. Das wissen die Kunden zu schätzen: Innerhalb der ersten Monate nach der Testphase wurden bereits mehr als 10 Systeme ausgeliefert – und die Nachfrage steigt.
Das INSTI-Netzwerk unterstützte die Entwickler unter anderem bei der frühzeitigen Pa-tentrecherche. So konnten Fehl- und Doppelentwicklungen von vorneherein vermieden
werden.
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